14 Juni Paschertz vor Heckmann: Deutscher Doppelsieg krönt den Finaltag der Future Champions
(Hagen a.T.W.) Für einen perfekten deutschen Abschluss im Springstadion sorgten die Jungen Reiter im GumBits-Preis CSIOY FEI Grand Prix. 65 Starter stellten sich dem anspruchsvoll gebauten Parcours, der den U21-Reitern zum Abschluss der Future Champions noch einmal alles abverlangte. Nur fünf Paare qualifizierten sich für das Stechen, darunter gleich zwei deutsche Reiter. Den Anfang machte Max Paschertz mit Foodfox’ Cathilde H. Das Paar legte mit einer fehlerfreien Runde in 38,78 Sekunden die Messlatte hoch. Kurz darauf folgten Ben Heckmann und Inge, die ebenfalls fehlerfrei blieben, jedoch mit 38,85 Sekunden hauchdünn langsamer waren. Am Ende bedeutete dies einen deutsch en Doppelsieg. Rang drei ging an den Iren Tim Brennan mit Diadema Della Caccia, der in 39,86 Sekunden die drittschnellste Zeit des Stechens erzielte.
Die Erleichterung über den Sieg war Paschertz deutlich anzumerken: „Ich freue mich riesig. Die letzten Tage und Wochen hatte ich immer wieder Pech und es lief irgendwie nicht so richtig. Ich habe schon zu meiner Mutter gesagt, wir brauchen jetzt einmal so einen Wow-Effekt. Dass das heute so passiert, darüber freue ich mich riesig.“ Besonders dankbar zeigte sich der Sieger für sein Umfeld: „Ich habe ein tolles Pferd an meiner Seite und ein super Team hinter mir. Mein Trainer Patrick Döller ist hier und unterstützt mich gerade in solchen Momenten, wenn der Druck besonders hoch ist.“
Die inzwischen neunjährige Stute begleitet Paschertz bereits seit drei Jahren – „Jetzt ist sie gereift und kann ihre Qualitäten voll ausspielen.“ Dass der Sieg alles andere als selbstverständlich war, zeigte der knappe Abstand zu seinem Landsmann Ben Heckmann: „Ben war sehr nah dran. Vielleicht hätte ich zum letzten Sprung noch einen Galoppsprung weniger machen können, wenn ich volles Risiko gegangen wäre. Ich hatte aber das Gefühl, mich noch einmal hinsetzen und etwas versammeln zu müssen. Ben hat mir schon ordentlich Druck gemacht. Umso mehr freue ich mich, dass es am Ende gereicht hat.“ Mit dem heutigen Erfolg gab Paschertz auch eine starke Visitenkarte für die kommenden Europameisterschaften ab.
Irlands Springnachwuchs dominiert bei den Children und Ponys
Besonders die irischen Nachwuchsreiter erwiesen sich am Sonntag als nahezu unschlagbar und sicherten sich gleich zwei Grand-Prix-Erfolge im Springstadion. Im CSIOCh FEI Grand Prix der Children präsentiert von JH Reitsport qualifizierten sich 11 der insgesamt 79 Starterpaare für das Stechen. Dort behielt die Irin Lucia Keane mit Elia die Nerven und sicherte sich in fehlerfreien 40,69 Sekunden den Sieg. Bereits am Vortag hatte Keane mit der irischen Mannschaft Silber im Children-Nationenpreis gewonnen. Rang zwei ging an die Britin Tabby Morgan-Evans mit Catoki (0/43,31 Sekunden) vor dem Niederländer Wim Vos auf Copacabana M (0/43,34 Sekunden). Beste deutsche Reiterin war Joelle Sprehe mit Con Gold, die mit einer weiteren fehlerfreien Runde und 45,20 Sekunden Platz fünf belegte.
Auch der CSIOP FEI Grand Prix der Ponys, präsentiert von der Volksbank Düte-Ems eG, ging an Irland. Den Sieg sicherte sich Jack Dore mit K-Little Hero in 41,22 Sekunden vor dem Schweden Viggo Bergstrand auf Corbeagh Legend (42,29). Rang drei ging erneut an den Niederländer Wim Vos, der mit Lady Crown in 42,32 Sekunden eine weitere Nullrunde zu seiner erfolgreichen Turnierbilanz hinzufügte.
Gosmann führt deutschen Dressurerfolg an
Die CDIOY Kür der Jungen Reiter, präsentiert von der Liselott und Klaus Rheinberger-Stiftung, wurde zugunsten von Schweden entschieden: Tove Slåtteby und Ebony EE erhielten 73,940 Prozent. Dahinter folgten die Niederländerin Esmee Boers mit Rockstar (73,635) und die US-Amerikanerin Kat Fuqua mit Bon Ami (72,985). Die deutsche Reiter waren in dieser Prüfung nicht mehr angetreten.
Für einen dänischen Erfolg sorgte Steffanie Victoria Horsted Dyrlund in der CDIP Pony-Kür, präsentiert vom Helenenhof der Familie Schwiebert. Mit Cosmo Callidus NRW gewann sie die Prüfung mit 76,805 Prozent. Platz zwei ging an die deutsche Reiterin Victoria Winkelmann mit Peach (76,165), gefolgt von der Dänin Filippa Jæger Jensen auf HJK Catani (75,840).
Für den ersten deutschen Sieg im Dressurviereck am Finaltag sorgten Leni-Sophie Gosmann und Diamantini EA WE in der CDIOP Kür der Ponyreiter, präsentiert von der Liselott und Klaus Rheinberger-Stiftung. Mit einem neuen persönlichen Bestergebnis von 76,785 Prozent setzte sich die Weltranglistenerste an die Spitze. Rang zwei ging an ihre Mannschaftskollegin Lilly Kasselmann mit Nasdaq FH, die von den Richtern mit 74,880 Prozent bewertet wurde. Die Niederländerin Florence Wind komplettierte mit Golden Star G das Podium auf Platz drei. Damit unterstrichen die deutschen Ponyreiterinnen einmal mehr ihre starke Form zum Abschluss der Future Champions.
Ihre beeindruckende Siegesserie setzte die für Belgien startende Emilija Rucinskaite fort. Die erst zwölfjährige Reiterin gewann bei ihrem Future-Champions-Debüt auch die CDIOCh Children Individual Competition – Höveler Prize mit einem neuen persönlichen Bestergebnis von 80,769 Prozent. Im Sattel des Just-Wimphof-Sohnes Nice Guy STW, den sie seit zwei Jahren reitet, überzeugte sie erneut die Richter. Trainiert wird Emilija von ihrer Mutter, der für Polen startenden Olympiareiterin Sandra Sysojeva. Dicht dahinter, mit 79,445 Prozent, platzierten sich Lilly Kasselmann und Vodka Soda, die während der gesamten Woche mit konstanten Leistungen überzeugen konnten. Rang drei sicherten sich Antonia Hansmeyer und Gentle van Wittenstein V. Die zweite Children-Prüfung des Tages, die Einzelwertung präsentiert von Elektrotechnik Grüter, Neuenkirchen, blieb nahezu vollständig in deutscher Hand. Cecilie Marie Hohl gewann mit Saluna W OLD und 78,672 Prozent vor Jasper Rasche auf Limoncelli 2 (75,246 Prozent) und Larissa Bruckschen mit Little Fame 5 (73,310 Prozent).
Alle Ergebnisse stehen unter www.future-champions.de zur Verfügung.
Bildinformation: Siegerehrung im GumBits-Preis CSIOY FEI Grand Prix der Jungen Reiter © Foto Rüchel

